Tätigkeitsjahre
25
Mitarbeiter weltweit
69
abgeschlossene Projekte
72
durchschn. Projekt-Etat
550000

WADI unterstützt seit 1992 Programme und Projekte zur Selbsthilfe und Stärkung von Menschen- und Frauenrechten im Nahen Osten. Im Zentrum stehen Projekte, die konkrete Hilfe mit den Rechten und Fähigkeiten der Einzelnen verbinden: Rehabilitationsprojekte für Langzeitstrafgefangene, Alphabetisierungs-Programme, Bildung und Ausbildung von Frauen, öffentliche Aufklärung über und Kampf gegen häusliche Gewalt an Frauen und Mädchen sowie Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmlung.

15 Jahre Kampf gegen FGM

Weibliche Genitalverstümmelung, auf Englisch female genital mutilation (FGM), bedeutet, dass Mädchen und manchmal Babys Teile ihrer Genitalien abgeschnitten werden - mit verheerenden Folgen für Gesundheit, Psyche und Sexualität. Vor fünfzehn Jahren glaubte man, dies sei nur in Afrika verbreitet. WADI war die erste Organisation, die diese Menschenrechtsverletzung in Asien zum Thema machte… mehr erfahren

20 Jahre "Rule of Law"

Rule of law – die Herrschaft des Rechts – ist eine notwendige Vorbedingung für die Sicherstellung der bürgerlichen Freiheiten und Grundrechte des Einzelnen. In fast allen Staaten des Nahen Ostens dominieren jedoch unklare, widersprüchliche und diskriminierende Rechtsvorschriften, die der Willkür Vorschub leisten und Menschenrechtsverletzungen begünstigen… mehr erfahren

1992 bis heute: Die Chronik von wadi

Wadi wurde im Herbst 1991 von verschiedenen Organisationen (u.a. Kindernotbrücke Köln und Weißdorn Jena) sowie Einzelpersonen gegründet. Die ursprüngliche Idee war es, einen Dachverband zu gründen, der die Aktivitäten verschiedener im Irak und Kurdistan tätiger Gruppen und Personen koordiniert und bündelt.

2016

Das „Jinda-Zentrum“ in Dehok wird eine lokal eingetragene Organisation

Das Jahr ist geprägt von Umstrukturierungen: die schon zuvor begonnen Schritte zur Dezentralisierung der Projekte und der Stärkung der lokalen Partnerorganisationen wie der Nwe Organisation in Halabja führen zur Eintragung des Jinda-Zentrums in Dehok als lokale NGO / Vier Journalistinnen des Radio Dengue Nwe erhalten den Raif Badawi Preis für mutige Journalisten / Einrichtung eines Radios von und für Geflüchtete innerhalb des Radio Dengue Nwe in Halabja / Intensivierung der Projekte zum Thema „Rule of Law“ – Herrschaft des Rechts / Fortführung der Aktivitäten im Kampf gegen FGM in der Region um Arbil und in Flüchtlingslagern. / Rundbriefe Sommer 2016 und Winter 2016
2015

Hilfe für ezidische Geflüchtete in Dehok

Mobile Teams bieten Erstbetreuung ezdische Mädchen, die aus der IS-Skalverei befreit werden konnten an. Das Jinda-Zentrum für Flüchtlingsfrauen und –mädchen wird in Dehok eröffnet. Es bietet psychosoziale Hilfe, workshops, Freizeitaktivitäten / Zahlreiche Mobile Teams besuchen die Dörfer Kurdistan um über die Folgen von FGM und das Gesetz gegen Häusliche Gewalt aufzuklären / „FGM Freie Dörfer“ dienen als Role Models für einen offenen Umgang mit FGM und deren Bannung / Der „Halabja Summer of Peace“ im bringt Kurdinnen aus Halabja und geflüchtete Frauen aus dem Zentralirak und Syrien bei gemeinsamen Aktiviäten einander näher / Mit Aktivistinnen aus Halabja, Kalar, Rania und Sulaymania werden verschiedenen Formen dezentraler Bürgerbeteiligungen diskutiert und an ausgewählten Orten (Schulen, Universitäten) Meinungsumfragen durchgeführt. / Rundbriefe über die Aktivitäten Sommer 2015 und Winter 2015
2014

Überfall des Islamischen Staates auf die Sinjar-Region

Das Jahresende wird überschattet durch den Überfall der Terrormilizen des IS („Islamischen Staates“) auf die in der Sinjar-Region lebenden Yeziden. Zehntausende Flüchtlinge erreichen die kurdischen Gebiete im Nordirak, Tausende junger Männer werden getötet, junge Mädchen entführt und versklavt. WADI leistet Nothilfe mit Decken, Matratzen, warmer Kleidung / In den anderen Regionen werden die Projekte zur Bekämpfung von FGM, Local Democracy und Lokalgeschichte zerstörter Dörfer weitergeführt. 7 Mit Unterstützung des Green Cross hilft Wadi Überlebenden der Giftgasangriffe in Syrien. Dossier über die Giftgasangriffe. / Rundbrief Winter 2014
2013

Die Kampagne „You can’t beat them“ entsteht

Das Projekt „Unsere Geschichte“ – über Dörfer, die während der Anfal Kampagne zerstört wurden – wird begonnen. Anhand von Fotos, Geschichten und alten Gegenständen werden die Geschichten und Erinnerungen der Dorfbewohner vor der Zerstörung des Dorfes gesammelt / Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung in Kurdistan und dem Nahen Osten wird durch Hebammen-Trainings, Mobile Teams, die Hotline und die Unterstützung FGM Freier Dörfer fortgeführt / Eine Plakataktion „You can’t beat me“ sensibilisiert für das Thema Gewalt gegen Mädchen / Das Radio Dengue Nwe in Halabja und das Frauenzentrum Halabja werden weiterhin unterstützt / Einrichtung von zwei Frauenbibliotheken / Spielmobile besuchen die Kinder in abgelegenen Dörfern. / Unterstützung von Mädchenfussballmannschaften, die Kampagne „You can’t beat them“ entsteht. / Zusammen mit dem „Europäischen Institut für kurdische Studien“ entwickelt Wadi Material über Local Democracy in Syrien und dem Irak. / Rundbrief Winter 2013.
2012

Ausweitung der Kampagne „Stop FGM Kurdistan“ zu „Stop FGM Middle East“

Thomas v. d. Osten-Sacken wird als Vertreter WADI wird von Hilary Clinton zum „Day of Zero Tolerance“ eingeladen / Intensivierung der Projekte zur Aufklärung über die Folgen von FGM: Pilotprojekt „FGM Freie Dörfer“: Dörfer, die sich öffentlich gegen FGM aussprechen, werden bei der Durchführung von Community Projekten unterstützt / Eine “Hotline” bietet Frauen anonyme telefonische Hilfe zu allen Fragen rund um FGM und andere soziale und rechtliche Themen / Die STOP FGM Middle East-Kampagne recherchiert über FGM in anderen Regionen des Nahen und Mittleren Ostens und vernetzt Aktivistinnen / Workshop in Beirut mit Aktivistinnen aus Indonesien, dem Jemen, Ägypten und Irak Irakisch-Kurdistan. Etablierung der Homepage Stop-FGM-Middle East / Rundbrief Januar 2012.
2011

Erste Studie über FGM in Kirkuk wird präsentiert

Erste Studie über FGM in Kirkuk wird präsentiert / Nach einer schwierigen Phase der Datenerhebung wird eine erste statistische Erhebung zur Verbreitung FGM in Kirkuk vorgestellt. Auch hier wird FGM in vielen Familien praktiziert. Fokus in der Projektarbeit liegt auf der Aufklärung und Bannung von FGM. „Mobile Teams“ besuchen Frauen in abgelegen Dörfern und klären sie über FGM, die physischen und psychischen Folgen von FGM, Möglichkeiten der Linderung von Spätfolgen und religiöse und soziale Argumente gegen die Praxis auf.
2010

Studie über Weibliche Genitalverstümmelung in Irakisch-Kurdistan wird vorgestellt

Ca. 70% der Frauen sind verstümmelt: Studie über Weibliche Genitalverstümmelung in Irakisch-Kurdistan wird vorgestellt / Die Erhebung und Auswertung der statistischen Daten zur Verbreitung weiblicher Genitalverstümmelung ist abgeschlossen und wird vorgestellt. Human Rights Watch erstellt auf der Basis dieser Daten den erschütternden Bericht „They took me and told me nothing“. Parallel werden die Projekte zur Aufklärung über FGM in Kurdistan intensiviert. / Ausgewählte Pressestimmen über die Arbeit von Wadi/ Rundbrief Sommer 2010
2009

Eine umfassende Studie über die Verbreitung von FGM im Nordirak beginnt

Eine umfassende Studie über die Verbreitung von FGM im Nordirak beginnt, für die mehrere tausend Frauen überall in der Region interviewt werden sollen. IWPR über die Kampagne gegen FGM, auch kurdische und arabische Medien berichten jetzt über dieses Thema. / Wadi hilft, das Netzwerk Spy zu gründen, ein Zusammenschluss von Dörfern, die von Saddam Hussein mit Giftgas bombardiert wurden. / Wadi solidarisiert sich mit den Massenprotesten im Iran. / Projektarbeit in Irakisch-Kurdistan wird weiter ausgedehnt, eine Übersicht über die bisherige Arbeit wird publiziert. / Rundbrief Winter 2009 „Ein Tag in Halabja“
2008

Mit Unterstützung von Wadi wird die Frauenrechtsberatung Wola gegründet

Mit Unterstützung von Wadi wird die Frauenrechtsberatung Wola gegründet, die bis heute aktiv und ein enger Partner von Wadi ist. / Beginn der langjährigen Kooperation mit dem Grünen Kreuz in der Schweiz, das eine Fülle neuer Projekte unterstützt – z.B. die Spielbusse, die seitdem in unterschiedlichen Regionen aktiv sind. / Konferenz 20 Jahre Giftgasangriff auf Halabja in Berlin. / Der Kleinprojekte-Fonds für Dörfer, die in den 80er Jahren mit Giftgas bombardiert wurden, wird aufgelegt. / Das Time Magazine berichtet über die Stop FGM Kampagne. / Der Film „A Handful of Ash“ hat Premiere und wird auf verschiedenen Filmfestivals und Veranstaltungen gezeigt. / Rundbrief Sommer 2008
2007

In Halabja kann Wadi das erste Frauencafé in Irakisch-Kurdistan eröffnen

Im Middle East Quaterly erscheint ein viel beachteter Hintergrundartikel von Wadi über FGM im Nahen Osten. / In Halabja kann Wadi das erste Frauencafé in Irakisch-Kurdistan eröffnen. / Petition an das kurdische Parlament, ein Gesetz gegen FGM zu verabschieden. / Portrait von Wadi in der Atlantic Times. / Beginn des Court Watch Projekt in Kooperation mit DHRD in Suleymaniah. / Rundbrief Winter 2007
2006

Die Kampagne »Stop FGM Kurdistan« geht online

Intensivierung der Aktivitäten gegen FGM in Kurdistan. Die Kampagne Stop FGM Kurdistan geht online. Die Untersuchungen von Wadi zu FGM finden immer weitere Verbreitung, auch die BBC berichtet. Erste Konferenz zum Thema in Irakisch-Kurdistan. / Teilnahme an einer Nahostkonferenz in Doha, Qatar, auf der ein Grundlagenpapier vorgestellt wurde: „Iraqi-Kurdistan; a Model for Iraq?“ / Auch Sicherheitsgründen muss Wadi seine Projekte in Mosul einstellen. / In Jordanien hilft Wadi bei der Gründung eines Community Radios über das auch die lokale jordanische Presse berichtet. / Präsentation über FGM in Kurdistan auf einer internationalen Konferenz in Paris. / Rundbrief Winter 2006
2005

Wadi stellt Wahlbeobachtungsteam im Gouvernorat Suleymaniah

Wadi stellt eines der zwei unabhängigen Wahlbeobachtungsteams im Gouvernorat Suleymaniah bei den ersten freien Wahlen im Irak. / In Halabja eröffnet mit Unterstützung von Wadi das erste unabhängige Community Radio für Frauen und Jugendliche, das bis heute sendet. / Die Kampagne gegen FGM in Kurdistan beginnt: Mobile Teams sammeln Daten und klären in Dörfern über die Folgen dieses Eingriffs auf. Wadi beauftragt den Filmemacher Nabaz , einen Film über Genitalverstümmelung zu drehen. / Broschüre: Verbrechen im Namen der Ehre / Internationale Organisationen nehmen sich erstmalig des Themas an, so erwähnt etwa Amnesty in einem Bericht FGM im Nordirak. Auch immer mehr Medien berichten, dass es, entgegen aller bisherigen Annahmen, im Nahen Osten FGM gibt. / Das Frauenschutzhaus Nawa in Suleymaniah und Khanzad in Arbil werden der kurdischen Regionalregierung übergeben, die fortan die Verantwortung tragen. / Aktivitäten gegen drohende Abschiebungen in den Irak aus Großbritannien. / In Irakisch-Kurdistan arbeiten weiter verschiedene Mobile Teams, drei Frauenzentren, die Alphabetisierungskampagne für Frauen wird ausgeweitet und verschiedene andere Projekte unterstützt. Wadi vergrößert sich kontinuierlich und wird von unterschiedlichen Geldgebern aus Europa und der USA unterstützt. / Im Herbst eine weitere Mission als Wahlbeobachter im Irak.
2004

Wadi öffnet ein Büro in der kurdischen Hauptstadt Arbil

Eröffnung des Krisenzentrums für Frauen in Mosul, das erste seiner Art. Bildbericht über die Arbeit von Wadi in Mosul. / Im Hauraman Gebiet öffnet Wadi zwei kleine Frauenzentren, in denen Alphabetisierungs- und Nähkurse angeboten werden und die als Treffpunkt für Frauen aus der Region dienen. / Bericht der UN-Nachrichtenagentur über das Zentrum in Tawela. / Eröffnung des Frauenzentrums in Halabja, das bis heute arbeitet und inzwischen als NWE selbständige lokale NGO ist. / Weiterarbeit von inzwischen fünf Mobilen Teams im ganzen Nordirak, die sich als äußerst effizient erweisen. / In Bagdad hilft Wadi bei der Organisation einer ersten landesweiten Frauenkonferenz. / Im Gefängnis von Suleymaniah unterstützt Wadi neben vielen anderen Projekten auch eine eigene Zeitung. Nawa Center, Khanzad Home und das Schutzhaus in Mosul werden weiter von Wadi betreut und unterstützt. / Im Herbst 2004 entdecken Mitarbeiterinnen von Wadi zum ersten Mal, dass Genitalverstümmelung – FGM) in der Region ein großes Problem darstellt. Dies wird der Beginn einer langen und erfolgreichen Kampagne sein. / In Österreich gründet sich eine eigene Dependance von Wadi. Unzählige Veröffentlichungen, Interviews und Vorträge zur Lage im Irak und dem nahen Osten. Im Herbst Auftritt im ZDF. / Rundbrief Winter 2004
2003

Wadi ist gefragter Interview-Partner

Alles deutet auf einen Krieg hin. Wadi ist gefragter Interview-Partner und Mitarbeiter von Wadi veröffentlichen Artikeln und halten Vorträge, in denen sie sich für eine Demokratisierung des Irak stark machen. / Die Unterstützung der „Koalition Demokratischer Irak“ wird weiter intensiviert und ein Memorandum an das Außenministerium verfasst. Zugleich setzt Wadi sich angesichts des drohenden Krieges für einen vermehrten Schutz von Flüchtlingen ein und kritisiert die deutsche Aslypolitik gegenüber Irakern. / Erklärung zum 15. Jahrestag des Giftgasangriffs auf die Stadt Halabja. / In Irakisch-Kurdistan bereiten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wadi auf eine mögliche Flüchtlingswelle aus dem Zentralirak vor. Mobile Teams sollen den Flüchtlingen vor Ort direkt helfen. Aus diesen Teams wird ein langfristiges Hilfsprojekt entstehen. Deutsche und internationale Medien berichten jetzt auch regelmäßig über die Arbeit von Wadi. / Wadi unterstützt den Transport verletzter irakischer Kinder nach Deutschland. / Nach dem Krieg und dem Sturz Saddam Husseins reisen Mitarbeiter von Wadi nach Bagdad und in andere Teile des Irak. Ziel ist es den Neuanfang zu unterstützen und Projekte auszudehnen und zu intensivieren. Die Projektarbeit wird ausgedehnt. Inzwischen arbeiten für Wadi in Irakisch-Kurdistan zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den Gebieten in und um Halabja, die bis in den April 2003 von einer radikalislamistischen Organisation kontrolliert wurden beginnt Wadi mit verschiedenen Projekten zur Stärkung von Frauen. Außerdem plant Wadi die Eröffnung weiterer Frauenschutzhäuser in Kirkuk und Mosul. / Bildbericht über die Arbeit der Mobilen Teams in der Germian Region. / Koordination mit verschiedenen anderen Organisationen im Nord- und Südirak. / Rundbrief Winter 2003.
2002

Wadi wird zehn Jahre alt

Auf einer Konferenz in Ankara spricht Thomas Uwer über das Konzept inländischer Fluchtalternativen am Beispiel von Irakisch-Kurdistan. Außerdem erstellt Wadi ein Gutachten über die Situation von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen im Nordirak. / Weitere Unterstützung der „Koalition Demokratischer Irak“, die sich zum Sprachrohr der demokratischen irakischen Opposition in Deutschland und Österreich entwickelt. / In Arbil eröffnet dank der Initiative von Wadi nach langen Vorbereitungen mit dem „Khanzad-Home“ ein zweites Frauenschutzhaus. / Ein Interview in der Haaretz mit Thomas von der Osten-Sacken über die Lage im Irak macht Wadi auch einem englischen Publikum bekannt. / Herausgabe des Sammelbandes „Saddam Husseins letztes Gefecht, Der lange Weg in den III. Golfkrieg.“ / Flugblatt mit Pro Asyl über die Lage von irakischen Flüchtlingen. / Rundbrief Winter 2002
2001

Mit den Anschlägen des 11. Septembers ändert sich die Lage schlagartig

Publikation über den zehnten Jahrestag des II. Golfkrieges. / Wadi setzt sich kritisch mit einer Initiative zur Aufhebung der Sanktionen gegen den Irak auseinander. / Im Juni hilft Wadi die „Koalition Demokratischer Irak“ mit zu begründen. / In Irakisch-Kurdistan wird die Projektarbeit ausgedehnt und konsolidiert. Ein zweites Frauenschutzhaus, diesmal in der Hauptstadt Arbil ist in Planung. / Mit den Anschlägen des 11. Septembers ändert sich die Lage schlagartig, vieles deutet darauf hin, dass es zu einem neuen Krieg gegen Saddam Hussein kommen könnte. / Mitarbeiter von Wadi sind weiterhin aktiv, auf Fluchtursachen im Irak hinzuweisen und werden als Redner zu Vorträgen und Konferenzen geladen. / Rundbrief Herbst 2001
2000

Frauenschutzhaus in Suleymaniah erweist sich als Erfolg

Das Frauenschutzhaus in Suleymaniah erweist sich, allen Befürchtungen zum Trotz, als Erfolg. Dutzende von Frauen, die akut von Ehrmorden bedroht werden oder häusliche Gewalt erleiden mussten, können betreut werden. / Zugleich intensiviert Wadi seine Kampagne zur Alphabetisierung und Ausbildung von Mädchen und Frauen, hilft kleinökonomische Projekte in Gefängnissen zu eröffnen und weitet seine Kooperation in Israel aus. / In Deutschland wird eine zweite Analyse des Lageberichtes des Auswärtiges Amtes erstellt: »... keinen staatlichen Sanktionen unterworfen. – Eine Analyse der Mängel im aktuellen Lagebericht des Auswärtigen Amtes zum Irak«. / Rundbrief 2000: Zehn Jahre nach dem Golfkrieg
1999

Erste Frauenschutzhaus in der Region wird eröffnet

Im Januar 1999 eröffnet unter der Leitung von WADI und in Kooperation mit verschiedenen lokalen Frauenorganisationen in Suleymaniah das Nawa-Center for Women in Distress – das erste Frauenschutzhaus in der Region. Monatelange Planungen und Vorbereitungen waren nötig, um dieses Pilotprojekt zu ermöglichen. / Eine Übersicht über die Projekte, die Wadi 1999 durchführte. / Im Auftrag von Pro Asyl stellen Mitarbeiter von Wadi eine umfangreiche Analyse der Lageberichte des Auswärtigen Amtes zur Menschenrechtslage im Irak zusammen: »Irak – Republik des Schreckens. Der Lagebericht des Auswärtigen Amtes zum Irak und die Realität«. / Aus dem Winter-Rundbrief 1999
1998

Bau eines Kindergartens für Flüchtlingskinder in Qalawa

Erste Planungen zur Eröffnungen eines Frauenschutzhauses in Suleymaniah. Ausweitung der Alphabetisierungskampgnen. / Unterstützung von verschiedenen Projekten für arabische Frauen in Israel. / In Deutschland verschiedene Vorträge und Publikationen über Flüchtlingspolitik und die Lage im Nahen Osten. / Für die folgenden 17 Jahre übernimmt Falah Muradkhin Shakaram in Suleymaniah die Koordination von Wadi in Irakisch-Kurdistan. / Aus dem Winter-Rundbrief 1998
1997

Trotz der schwierigen Lage im Nordirak führt Wadi seine Arbeit fort

Beginn der Kooperation mit »Women against Violence in Nazareth« in Israel / Mit Unterstützung der Hans Böckler Stiftung beginnt Wadi in Gefängnissen unterschiedliche soziale und kulturelle Projekte zu unterstützen. / Verstärktes Engagement für Flüchtlinge aus dem Irak und anderen Ländern des Nahen Ostens. Beginn einer engen Zusammenarbeit mit Pro Asyl. / Rundbrief über die Aktivitäten 1997
1996

Im Frühjahr dehnt WADI seine Arbeit weiter beträchtlich aus

Es beginnen Projekte für Deserteure der irakischen Armee, inzwischen existiert auch ein ganzes Netzwerkt von Alphabtisierungskursen für Frauen, die von UNICEF und der kurdischen Regionalregierung gefördert werden. / Eröffnung eines sozialen Entwicklungszentrums für Frauen und Mädchen in Zmella in Jordanien. / Im August marschieren irakische Truppen in Arbil ein, die Sicherheit der lokalen Mitarbeiter ist akut bedroht, viele fliehen in den Iran. Wie andere Organisationen auch versucht Wadi monatelang seine Mitarbeiter nach Deutschland zu evakuieren. Projektarbeit kommt fast zum Erliegen. Ab dem Herbst des Jahres geht die Arbeit weiter, allerdings kleiner als zuvor. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage wird es schwieriger Gelder und Spenden zu akquirieren.
1995

Wadi organisiert ein Solidaritätstreffen zur Lage in Irakisch-Kurdistan in Frankfurt

Verschiedene Aktivitäten in Deutschland, etwa zum Jahrestag der Bombardierung Halabjas mit Giftgas. / Ausweitung der Projektarbeit im Nordirak, während sich die Lage dort stetig verschlechtert und 1995 dort ein Krieg zwischen den beiden herrschenden Parteien KDP und PUK ausbricht, der mit Unterbrechungen die nächsten Jahre andauern wird. / Im Sommer lanciert Wadi eine erfolgreiche Kampagne gegen die Todesstrafe für Frauen im Nordirak und intensiviert die Arbeit in Frauengefängnissen. Eröffnung einer ersten Bibliothek für Frauen. / Inzwischen arbeiten fünf irakisch-kurdische Mitarbeiter für Wadi in Sulaimaniah, Kooperation unter anderem mit dem Welternährungsprogramm, Equi Libre, Save the Children, Peace Winds Japan und anderen. Eröffnung eines zweiten Kindergartens für innerkurdische Flüchtlingskinder.
1994

Ausweitung der Aktivitäten in Irakisch-Kurdistan

Weitere Nähwerkstätten und Alphabetisierungsklassen. Kooperation mit der Taubstummenvereinigung in Suleymaniah / Verschiedene Vorträge über die Situation im Irak. Eröffnung des ersten Büros in Suleymaniah. Abdullah Sabeer, der auch heute als Projektkoordinator für Wadi tätig ist, beginnt für uns zu arbeiten. Kindergarten für innerkurdische Flüchtlingskinder in Bazian, Projekte für arabische Flüchtlinge aus dem Zentralirak. / Erste Publikationen von Mitarbeitern von Wadi zur Lage in der Region. / Rundbrief über die Aktivitäten des Jahres 1994
1993

Beginn der Arbeit in Irakisch-Kurdistan

Mit Hilfe des WGT weitere Unterstützung der Community Centers in Jizeh / Aufbau zweier ländlicher Krankenstationen in Irakisch-Kurdistan. / Start der Alphabetisierungskampagne für Frauen. Druck von Schulbüchern. Eröffnung der ersten Nähwerkstätten für Frauen. / Rundbrief über die Aktivitäten des Jahres 1993
1992

Registrierung von Wadi beim Amtsgericht Frankfurt

Medikamententransport in den Südirak / Aufenthalt in Jordanien, um dort neue Projektpartner zu lokalisieren / Beginn der Unterstützung der Community Centers in Jizeh, Jordanien